Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

In diversen Arbeitsfeldern ist die Anwendung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) erforderlich. Dieses Equipment dient dem Schutz vor unterschiedlichen manuellen Einflüssen sowie Staub, Lärmbelastungen, risikoreiche Arbeitsstoffe und einigen mehr. Das Sortiment, Untersuchungen sowie eine sichere Anwendung werden in der Verordnung Persönliche Schutzausrüstung (PSA-V) festgelegt und geregelt.

„Als persönliche Schutzausrüstung gilt jede Ausrüstung, die dazu bestimmt ist von den ArbeitnehmerInnen benutzt oder getragen zu werden, um sich gegen eine Gefahr für ihre Sicherheit oder Gesundheit bei der Arbeit zu schützen, sowie jede mit demselben Ziel verwendete Zusatzausrüstung.” (Gesunde Arbeit 2020)

Kategorien

Persönliche Schutzausrüstungen werden laut PSA-V in folgende Gruppen gegliedert:

– Fuß- und Beinschutz                             – Hautschutz

– Kopf- und Nackenschutz                      – PSA gegen Absturz, Ertrinken und Versinken

– Augen- und Gesichtsschutz                 – Atemschutz

– Gehörschutz                                          – Schutzkleidung

– Hand- und Armschutz

Aufgrund der Diversität beruflicher Tätigkeiten sowie den jeweiligen individuellen Ansprüchen gibt es eine große Vielfalt an notwendigen Schutzausrüstungen (vgl. Gesunde Arbeit 2020).

Im folgenden Blogpost liegt der Fokus auf dem Bereich des Atemschutzes.

FFP-Schutzklassen

Im Bereich der persönlichen Schutzausrüstung werden Atemschutzmasken in drei Schutzklassen unterteilt: FFP1, FFP2 und FFP3. Die Abkürzung FFP steht für „filtering face piece“ und je höher die Schutzklasse, desto besser ist der Schutz. Atemschutzmasken bieten Schutz vor öligen und wässrigen Aerosolen (=winzige flüssige oder feste Teilchen in der Luft), Feinstaub, verschiedenen Schadstoffkonzentrationen sowie Rauch und werden europaweit einheitlich nach EN 149 normiert und müssen eine CE-Kennzeichnung haben. Ein weiterer wichtiger Wert ist der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW). Dieser beschreibt die durchschnittliche Ansammlung eines Stoffes in der Luft über eine bestimmte Zeitspanne, bei der keine Gesundheitsschädigung zu erwarten ist. Wird der Arbeitsplatzgrenzwert überstiegen, ist das Tragen einer Atemschutzmaske verpflichtend. Eine weitere wichtige Rolle bei der Klassifizierung spielt die maximal zulässige Leckage. Diese ergibt sich aus der Durchlässigkeit des Filtermaterials sowie undichte Stellen an Gesicht und Nase. Je niedriger dieser Wert ist, desto höher ist der Schutz der Maske (vgl. UVEX 2020).

FFP1

  • Schutz vor ungiftigen Stäuben (z.B. Zellstoff, Zement, Kalkstein, …)
  • Filterleistung: 80% der sich in der Luft befindlichen Partikel
  • Gesamtleckage: max. 25%
  • Überschreitung des AGW: 4-fach
  • mögliche Einsatzgebiete: Nahrungsmittelindustrie, Baugewerbe

(vgl. BartelsRieger 2020)

FFP2

  • Schutz vor giftigen Stäuben (z.B. Betonstaub, Granit, Kalziumoxid, …), Rauch und Aerosolen
  • Filterleistung: 95% der sich in der Luft befindlichen Partikel
  • Gesamtleckage: max. 11%
  • Überschreitung des AGW: 10-fach
  • mögliche Einsatzgebiete: Metallindustrie, Bergbau

FFP3

  • Schutz vor giftigen und gesundheitsschädlichen Stäuben, Aerosolen und Rauch
  • Filterleistung: 99% der sich in der Luft befindlichen Partikel
  • Gesamtleckage: max. 5%
  • Überschreitung des AGW: 30-fach
  • mögliche Einsatzgebiete: chemische Industrie

Aufgrund der derzeitigen Covid-19-Situation gab es diverse Lockerungen bei den Anforderungen an Schutzartikel. Dabei gibt es eine Unterscheidung zwischen Mund-Nasen-Schutz (MNS), Atemschutzmaske sowie Gesichtsschutzschilder („Face Shields“). Es ist zu beachten, dass an Mund- und Nasenschutz keine besonderen Qualitätsanforderungen gestellt werden und sowohl MNS als auch Gesichtsschilder als mechanische Schutzvorrichtung gelten und durch das Tragen das Gegenüber geschützt wird und die Verbreitung von Viren reduziert werden soll. Atemschutzmasken unterliegen, wie oben beschrieben, genauen Prüfungen und EU-Standards (vgl. WKO OÖ 2020).

Das ROWA-Fazit:

ROWA-Fazit:

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Thema rund um persönliche Schutzausrüstung sehr vielfältig ist und es aufgrund der aktuellen Situation diverse Lockerungen gab. Vor allem im Bereich der Schutzmasken gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Angeboten, sowohl mit als auch ohne Zertifizierung. Wir bei ROWA Automation haben versucht, diese Krise als Chance zu sehen und haben innovative Schutzbekleidung sowie Zubehör aus dem 3D-Drucker entwickelt und gedruckt. Unsere Absicht war es, die innovative Technik des 3D-Drucks zu nutzen und diese mit individuellem, komfortablem Design sowie Nachhaltigkeit zu vereinen.

Wir bieten zwei Arten von langlebigen Schutzmasken sowie Gesichtsschutzschilder an. Die „ROWA“-Schutzmaske ist ein Mund-Nasen-Schutz und im Set mit Desinfektionsmittel und Filter erhältlich. Die zweite Maske befindet sich aktuell noch in der Entwicklung und steht kurz vor der Zertifizierung.



Quellen:

Gesunde Arbeit (2020): ArbeitnehmerInnenschutz. https://www.gesundearbeit.at/cms/V02/V02_1.4/arbeitnehmerinnenschutz/schutzausruestung [08.06.2020]

UVEX (2020): Die Bedeutung der FFP-Schutzklassen. https://www.uvex-safety.com/de/wissen/normen-und-richtlinien/atemschutzmasken/die-bedeutung-der-ffp-schutzklassen/ [08.06.2020]

BartelsRieger (2020): FFP-Klassen erklärt: Die richtige Feinstaubmaske finden. https://bartels-rieger.de/blog/103-ffp-klassen [09.06.2020]

WKO OÖ (2020): CE-Kennzeichnung von Atemschutzmasken. https://www.wko.at/service/innovation-technologie-digitalisierung/CE-Kennzeichnung_Atemschutzmasken.html [09.06.2020]