Die Zukunft mit Robotern – was erwartet uns?

In vielen Teilen der Gesellschaft steht man der Zunahme von Automatisierung in der Berufswelt mit Skepsis und Sorgen gegenüber, aber sind diese Bedenken gerechtfertigt?

Was ist überhaupt ein Roboter?

Ein Roboter ist eine technische Apparatur mit dem Ziel, dem Menschen häufig wiederkehrende mechanische Arbeiten abzunehmen. Sie können sowohl an einem Ort fixiert sein als auch als mobile Maschinen genutzt werden. Die Steuerung erfolgt über geeignete Computerprogramme. Der Roboter setzt die Interaktion mit der physischen Welt auf Basis von Sensoren und Informationsverarbeitung um (vgl. Infineon, 2021).

Warum werden Roboter eingesetzt?

Der Einsatz von Robotern ermöglicht den Unternehmen zum einen eine Erhöhung ihrer Gesamtproduktivität. Ein Roboter braucht keine Pause, er muss nicht schlafen und kann eine gleichbleibende Qualität liefern. Er wird nicht krank, braucht keinen Urlaub und kann im Grunde genommen 24 Stunden lang, sieben Tage die Woche arbeiten. Er verursacht schlichtweg weniger Kosten für das Unternehmen (vgl. Wandelbots, 2021).

Ein Roboter kann jedoch auch besonders körperlich anstrengende Arbeiten übernehmen, die ein Gesundheitsrisiko für den Menschen darstellen, beispielsweise die Arbeit mit radioaktiven Stoffen oder gefährlichen Chemikalien. Dies sorgt auch für eine bessere Gesundheit und ein geringeres Risiko für die Mitarbeiter.

Wie verändern Roboter unsere Arbeitswelt?

Für wen stellen Roboter eine Bedrohung dar?

Durch die Automatisierung wird der Arbeitsmarkt sehr wahrscheinlich nicht vernichtet werden – aber mit einer massiven Veränderung der Arbeitsplätze muss man trotz alledem rechnen. Besonders die Menschen im Niedriglohnsektor sind von der Robotik „bedroht“.

Denn Berufe, die ein hohes Potential an Substituierung aufweisen, sind besonders gefährdet. Diese weisen nämlich einen hohen Anteil an wiederkehrenden Standardprozessen und -aufgaben auf und können somit von Robotern leicht erlernt und umgesetzt werden. Bei Berufen mit einem niedrigen Substituierbarkeitspotential sind nach wie vor Kreativität und Flexibilität wichtig, was diese Arbeitsplätze für den Menschen „reserviert“ (vgl. Lead Innovation, 2021).

Wie kann man sich die Zukunft der Arbeitswelt vorstellen?

Für die Zukunft sind demnach vier berufliche Änderungen bzw. Situationen denkbar (vgl. Lead Innovation, 2021):

  1. Jobs werden ganz automatisiert und fallen demnach weg (z.B. Erntehelfer, Bürojobs oder Produktionsmitarbeiter)
  2. Inhalte mancher Jobs verändern sich digital (z.B. Einzelhandelskaufmann oder E-Commerce-Fachkraft)
  3. Neu entstehende Jobs (z.B. Datenanalysten, Marketingexperten oder Softwareentwickler)
  4. Jobs mit engem Menschenkontakt, die nur gering substituierbar sind (z.B. soziale Berufe, Gesundheitsberufe oder Lehrer)

Mit der Geschwindigkeit, der Wiederholbarkeit und der Genauigkeit von Robotern können wir Menschen schlichtweg nicht mithalten. Sie verrichten Arbeit, die uns zu Tode langweilen oder schlichtweg einfach überfordern würde. Sie können eben Arbeiten übernehmen, die für den Menschen aufgrund der erforderlichen Stärke, Flexibilität oder der nötigen Aufmerksamkeitsspanne schwierig bis unmöglich sind. Um es einfacher auszudrücken: Ein Roboter erledigt die Aufgaben, die ein Mensch nicht ausführen kann oder will (vgl. ke NEXT, 2021).

Warum wir trotzdem Menschen als Arbeiter brauchen:

Aber auch solche Maschinen müssen von irgendjemandem gebaut, überwacht und gewartet werden. Und genau dafür benötigt es Menschen, die die nötigen Qualifikationen für solche Aufgaben besitzen. Für die nahe Zukunft werden somit vermehrte Bildungs- und Weiterbildungsarbeiten nötig sein, um die Arbeiter gegebenenfalls auf die Veränderungen vorzubereiten und sie umzuschulen.

Solche Maschinen sind also nicht zum Ersatz des Menschen da, sondern sollen ein Hilfsmittel sein, das zur Arbeitserleichterung des Menschen beiträgt. Dieser behält nach wie vor die Kontrolle über den Roboter und dessen Handlungen.

Denn selbst mit der nötigen künstlichen Intelligenz könnten Roboter niemals den Menschen ersetzen. Auf spontane und komplexe Situationen kann ein Roboter nie so reagieren wie ein Mensch. Der Algorithmus ist meistens auf genau definierte Situationen angewiesen und bei einem unvorhergesehenen Ereignis fällt es ihm besonders schwer, die Situation blitzschnell zu erfassen.

Das Grundproblem besteht also eher weniger darin, dass uns die Arbeit ausgeht und von Robotern übernommen wird, sondern viel eher darin, dass die Jobs von morgen ganz anders sein werden als heute.

Das ROWA-Fazit:

Es ist nach wie vor beeindruckend, was die Technologie möglich macht und wie sehr sie unser Leben und auch unsere Arbeit vereinfachen kann. Die Menschheit kann die Digitalisierung jedoch nicht aufhalten, es gibt keinen Weg zurück. Deshalb muss man besonders als Unternehmen sich dessen Veränderung bewusst sein und seine Arbeiter dementsprechend durch Weiterbildung und Co. darauf vorbereiten.

Unser Unternehmen bietet genau solche Komplettlösungen im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung an, besonders im Bereich der Automobilindustrie und im Sondermaschinen- und Kleinanlagenbau.

Quellen:

Infineon: Grundlagen der Robotik. https://www.infineon.com/cms/de/discoveries/grundlagen-robotics/ [19.03.2021]

Wandelbots: Die Vor- und Nachteile der Automation durch Roboter. https://wandelbots.com/die-vor-und-nachteile-der-automation-durch-roboter/ [19.03.2021]

Lead Innovation: Wie Robotik die Arbeitswelt der Zukunft verändert. https://www.lead-innovation.com/blog/robotik-arbeitswelt-der-zukunft [19.03.2021]

ke NEXT: Zukunft der Arbeit: Was können Robotik und KI übernehmen?. https://www.ke-next.de/robotik/zukunft-der-arbeit-was-koennen-robotik-und-ki-uebernehmen-126.html [19.03.2021]